Drei Punkte sollte her.

Nach der Pleitenserie im Oktober, die sich dann auch im November fortsetzte, war das Team von Trainer Jens Behrent eindeutig in der Pflicht. Beim Tabellenletzten Rot-Weiß Petersdorf sollte, ja musste gestern ein Sieg her.

Rüdersdorf begann druckvoll, aber mit vielen individuellen Fehlern behaftet. Am 16er war zudem oft Schluß. Petersdorfs erster zwingender Angriff über rechts dagegen lässt den Ball im Rüdersdorfer Kasten zappeln.

Tino Ramin kann zwar in der 30 min. nach einem individuellen Fehler zum 1:1 ausgleichen, und es keimte kurz Hoffnung auf. Aber die erste Hälfte war insgesamt eine einzige Enttäuschung seitens des MSV, weil auch die Anzahl herausgespielter Möglichkeiten sehr zu wünschen übrig ließ.

Und kam wieder bitter für den MSV: Wenig später wechseln die Gastgeber zum ersten Mal. Offensichtlich ein geplanter Wechsel. Ein Spieler deutlich jünger und agiler betritt den Platz. Dieser war womöglich gerade erst von der Arbeit gekommen. Jener Spieler kommt nur 2 Minuten später im Alleingang über rechts und kann nur kurz vor dem Strafraum mit einem Foul gestoppt werden. Die Mauer ist aber nicht gut geordnet. Die kleineren Spieler stehen genau auf der anderen Seite der Torwartecke. Diese Lücke nutzt der ausführende Petersdorfer Spieler und haut das Ding in die Maschen.

Oh man, so viel vorgenommen und dann liegst du plötzlich 1:2 zur Pause hinten.

Die 2. Hälfte begann so, wie es sich der Trainer eigentlich von Anfang an vorgestellt hatte. Tino Ramin wird mustergültig in den Lauf bedient und kann nur noch regelwidrig vom Keeper am Einschuss gehindert werden.

Den folgenden Strafstoß führt der Gefoulte selber aus. Aber dieser hämmert die Kugel ans Quergebälk, der Ball kommt direkt auch ihn wieder zurück, und schwups…das Ding wieder dran genagelt, gefühlt prompt an die selbe Stelle der Latte. Auch ein zweiter Nachschuss aus aussichtsreicher Position kann nicht verwertet werden.

Das wäre das Signal zur Wende gewesen.

So aber dauerte es wieder, bis der MSV sich davon erholt hatte. 30 Minuten vor Schluss ändert Jens Behrent sein Konzept und bringt einen zweiten Stürmer für einen Verteidiger. Und der Joker sticht: Nur zwei Minuten nach dem Wechsel wird Mikael Walther mustergültig auf dem Kopf bedient und macht das verdiente 2:2. Noch war genug Zeit zu spielen, und ein Tor lag jederzeit in der Luft. Petersdorf witterte den Braten und konterte einige Male gefährlich. Allerdings waren die Abschlüsse unpräzise oder aber Keeper Dennis Reiniger rettete in höchster Not per Fußabwehr. Es hätte auch ganz schnell wieder 3:2 stehen können.

Die letzte Szene des Spiels erhitzte dann noch einmal die Gemüter. Wieder bricht ein MSV-Spieler auf links durch und kommt zum Flanken. Im selben Moment holt ihn ein Petersdorfer Verteidiger rüde von den Beinen. Der Pfiff des Schiedsrichters und das Kopfballtor durch Tino Ramin scheinen sich gleichzeitig zu ereignen. Vorteil nicht abgewartet - Spiel unterbrochen. Der Foulende bekommt glatt Rot und der MSV "nur" einen Freistoß: Dieser bringt allerdings nicht mehr ein.

In Hälfte zwei hat der MSV Leidenschaft und Willen gezeigt, die fehlenden zwei Punkte hat man in der 1. Hälfte liegen gelassen, wo mal wieder bei einigen der Angst-Bolzen in der Hose zu spüren war.

So bleibt jetzt noch der kommende Samstag beim Heimspiel die Chance auf ein passendes eigenes Weihnachtsgeschenk, wenn es gegen den SV Zeschdorf geht, der ebenfalls unten in der Tabelle drin steht.

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