Bericht Pokalrunde  03.09.2016   MSV 19 Rüdersdorf I - BW Wriezen I

03.

September

2016

Stadion

Glück Auf

Ostbrandenburgpokal 

vs.

6 : 8
n.E. 
(2:4)

Spielbericht

Die einzige Begegnung des Ostbrandenburgpokals, die erst durch das Elfmeterschießen entschieden wurde, fand in Rüdersdorf zwischen den beiden Landesklasse-Teams aus Ost und Nord, dem MSV und Blau-Weiß Wriezen statt. Dabei hatten die Gäste das glücklichere Ende für sich. Für die 120 Zuschauer sicherlich nicht nur deshalb ein unterhaltsamer Nachmittag. Torreich war dieser allemal. Stand es doch nach 120 Minuten 5:5.

Dass es noch so spannend am Ende würde, damit konnte man um die Minute 15 herum keinesfalls rechnen. Da stand es nämlich schon durch Tore von Florian Pekrul, Paul Stiehm und Christian Heinze 0:3 für Wriezen, und man diskutierte schon über die mögliche Höhe eines drohenden Debakels. 

Rüdersdorf musste die Idee, eine  HZ lang mal tief und defensiv zu stehen, schnell begraben. Viel zu weit weg von den Gegenspielern stehend, machte der MSV es den Wriezener leicht, das für Halbzeit eins geplante Bollwerk zu durchbrechen. Also musste Plan B her. Durch mehrfaches Umstellen kam nun der Gastgeber langsam selbst ins Spiel und erzielte bis zur Pause selber zwei Tore durch Marko Siebenwirth und Moritz Haus. Die Wriezener, die stets gefährlich vor dem Rüdersdorfer Tor blieben, erzielten zwischenzeitlich das 1:4 durch Jonas Koch, einem blitzsauber herauskombiniertem Treffer.

 

Die Kabinenansprache von Trainer Bernd Freitag war entsprechend laut und scheinbar auch eindringlich. Fortan hatten die MSV-Spieler eine andere Körpersprache, gingen bissiger in die Zweikämpfe. Aber es dauerte bis in die 70. Minute, dass dadurch etwas Zählbares heraussprang. Der eingewechselte Domenic Kinner, der schon 90 Minuten bei der Zweiten in den Beinen hatte, spielte seinen Torinstinkt aus und markierte mit den 3:4 zudem einen gut anzusehenden Treffer.

Jetzt war plötzlich Feuer in der Partie. Die Zuschauer spürten, dass hier noch was gehen könnte. Wriezen hatte zwei, drei riesen Chancen auf und davon zu ziehen. Doch die Bälle gingen entweder knapp neben dem Pfosten ins Seitenaus oder aber Keeper Benjamin Lücht, der sich mit einem lädierten Daumen und einer Rippenprellung aus dem Vorspiel durchs Match hangelte, konnte sich nun mehrfach auf der Linie auszeichnen. 

Und dann war es wieder Kinner, der am Fünfer angespielt sich kurz drehte und den Ball in die Maschen stocherte. 4:4 in der 76. Minute. Dabei blieb es auch bis zur 90. Minute.

 

Verlängerung. Beide Teams wollten nun die Entscheidung. Konter durch den MSV. Richard Petersik wird im Strafraum gelegt. Elfmeter. Stefan Hanf verwandelte eiskalt zur erstmaligen MSV-Führung.

 

Zweite Hälfte der Verlängerung: Wriezen drängt, will sich nicht mit dem Ergebnis zufrieden geben und bekommt einen Freistoß am 16er. Der ansich eher harmlose Schuss von Dustin Schumann wird irgendwie abgefälscht und damit unhaltbar für den Rüdersdorfs Keeper. Mehr lassen beide Teams nicht zu.

 

Das nun folgende Elfmeterschießen ist schnell erzählt: Ramin fängt an für den MSV und trifft, der Wriezener Stiehm ebenso. Leider haben die nächsten drei MSV-Schützen Hanf, Kinner und Petersik kein Fortune, zwei verziehen, ein Elfer landet an der Latte. Wriezens Schützen Juhre und Schumann verwandeln sicher, und damit die Gäste eine Runde weiter im Pokal. Die Freude darüber hielt sich bei den Gästen hielt sich in Grenzen, sie suchten nach Fehlern bei sich selbst, die es ermöglichten, den schon früh tot geglaubten MSV zurück ins Spiel zu bringen.

 

Für die im Umbruch befindlichen Rüdersdorfer bedeutet das Pokalaus kein Problem. Sie betrachten das Match im Nachgang als eine gute und lehrreiche Trainingseinheit, an dem sicher die Zuschauer an diesem Nachmittag ein gehörige Portion Spaß und Unterhaltung hatten.

Tore:  0:1 Gast, 0:2 Gast, 0:3 Gast, 1:3 Marko Siebenwirth, 1:4 Gast, 2:4 Moritz Haus,

         3:4 Domenic Kinner, 4:4 Domenic Kinner, 5:4 Stefan Hanf (EM), 5:5 Gast

         11-M-Schießen: 6:5 Tino Ramin, 6:6 Gast, Stefan Hanf verschossen, 6:7 Gast, 

                                 Domenic Kinner verschossen, 6:8 Gast, Richard Petersik      

                                 verschossen

Aufstellung

Auswechslungen

60. min.  Domenic Kinner für Kevin Bardischewski

64. min.  Yves Rogoll für Marko Siebenwirth

107. min  Julian Simon für Tim Weiher

TRAINER

Bernd Freitag

Robert Tavernier